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Fracking-Infoveranstaltung des AfD-Kreisverbands Heinsberg

Erdgas-Aufsuchungsfelder-AusschnittUnser Nachbar-Kreisverband Heinsberg lädt am Mittwoch, 26.11.2014, zu einem Infostammtisch „Stop Fracking!“ nach Hückelhoven-Hilfarth ein (ab 19 Uhr, nähere Infos auf der Heinsberger Webseite) und will dort über das Thema Förderung von unkonventionellem Erdgas mittels Hydraulic Fracturing (Fracking) in unserer Region und den damit verbundenen Risiken und Gefahren informieren und diskutieren.

Unser Kreisverband Düren (und dasselbe gilt für Landes- und Bundesverband) hat sich bislang NICHT zu diesem Thema positioniert, die Meinung dazu ist nicht eindeutig. Die AfD ist eine Mitmachpartei. Um die Debatte anzuregen, würden wir uns freuen, wenn auch Mitglieder und Sympathisanten aus dem Kreis Düren den Weg nach Hückelhoven-Hilfarth finden und sich ein Bild machen.

Der Kreis Düren ist vom Thema Fracking durchaus auch betroffen. Die in NRW genehmigten Erlaubnisfelder zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen (ohne Grubengas) erstrecken sich auch auf das Territorium der Gemeinden Aldenhoven, Jülich, Linnich und Titz (siehe dazu obigen Ausschnitt der von der Bezirksregierung Arnsberg erstellten Karte). Der größte Teil davon gehört zum Erlaubnisfeld „Rheinland“, in welchem die Wintershall Holding GmbH im Zeitraum vom 5.8.2010-4.8.2016 die Aufsucherlaubnis besitzt. Ein kleinerer Teil gehört zum Gebiet „Saxon 2“, hier ist die britische Dart Energy (Europe) Ltd. der Erlaubnisinhaber (12.11.2008-11.11.2016). Um konkrete Aufsuch-Bohrungen niederzubringen, benötigen die Bergbauunternehmen jedoch zusätzlich eine gestattende Entscheidung in Form einer sogenannten Betriebsplanzulassung. In NRW hat die dafür landesweit zuständige Bezirksregierung Arnsberg bisher lediglich eine Betriebsplanzulassung erteilt (Erkundungsbohrung „Oppenwehe 1“, Stemwede, Kreis Minden-Lübbecke, Inhaber ExxonMobil Production Deutschland GmbH). Die Bohrung wurde im Jahre 2008 niedergebracht und wird seither in einem Kontrollregime überwacht. Aktuell plant ExxonMobil nach eigenen Angaben keine weiteren Aktivitäten in dieser Bohrung, beantragte jedoch weitere Bohrungen an verschiedenen Orten im Münsterland. Über weitere geplante Standorte für Bohrungen oder andere Erkundungsmaßnahmen ist der Bezirksregierung Arnsberg derzeit nichts bekannt. Die Gewinnung von Erdgas ist in NRW bislang lediglich im Bereich Ochtrup (Münsterland, konventionelles Erdgas) genehmigt. Sie wurde jedoch im Jahr 2007 aufgrund zu geringen Ertrags eingestellt.

In den Niederlanden hat das Wirtschaftsministerium Ende Mai 2014 ein Umwelt-Prüfverfahren für Fracking eingeleitet. Vermutet werden größere Schiefergasvorkommen in den Provinzen Limburg, Nord-Brabant und Gelderland, also auch in Regionen die direkt an NRW und besonders auch den Kreis Heinsberg angrenzen.  Anfang 2015 will die niederländische Regierung ein Konzept zur Förderung von Schiefergas präsentieren.

Zur weiteren Information seien die folgenden Links empfohlen. Die Verlinkung impliziert nicht, dass der Kreisverband Düren, oder andere Ebenen der Alternative für Deutschland, die auf diesen Webseiten vertretenen Positionen unterstützen.

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