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Bernd Essler: Der Islamische Staat (IS) – Ein Porträt

von Bernd Essler,
Vorsitzender der Fraktion der Alternative für Deutschland (AfD) im Stadtrat von Düren und Sprecher des AfD-Kreisverbands Düren.

 

 

Geführt wird der Islamische Staat (IS) von Abu Bakr al Bagdadi, der sich in Mossul/Irak oder dessen Umgebung aufhalten soll, und seit 2010 die Organisation (damals noch ISI = Islamischer Staat im Irak) anführt. Das schnelle Wachstum wurde in der Folgezeit durch den Abzug der US-amerikanischen Truppen aus dem Irak begünstigt. Damit konnte die Organisation in das entstehende Machtvakuum eindringen und gewann schnell weitere Mitglieder. Heute zählt die Organisation nach dem Urteil russischer Geheimdienstmitarbeiter ca. 80.000 Kämpfer im Irak und in Syrien.

Die Waffen stammen überwiegend aus den Beständen der irakischen und syrischen Armee. Außerdem hat sich die Organisation durch Ölverkäufe, Lösegelder und Mieteinnahmen umfangreiche Geldquellen erschlossen.

Unterstützung erfährt der IS durch die Sunniten. Im Libanon und in Syrien führen Schiiten Krieg gegen den IS aus diesem Grund. Der Terrorismusforscher Rohan Gunaratna aus Singapur schätzt, dass weltweit ca. 15-20% Prozent aller Muslime mehr oder weniger große Sympathien für den IS haben, aber wenige den IS aktiv unterstützen, was sich aber jederzeit ändern kann. Das werden dann trotzdem einige hunderttausend Menschen sein, die auch die radikalen Zielsetzungen des IS teilen. Die gebetsmühlenartig vorgetragenen Behauptungen, solche Organisationen hätten nichts mit der Religion des Islam zu tun, sind eine bewusste Leugnung der Realität und insbesondere in Deutschland politisch veranlasste und über die Medien gesteuerte Volksverdummung. Der Islam ist das geistige und spirituelle Fundament für diese Organisationen, die Religion und Macht nicht trennen. Sie sind vielmehr eine Einheit.

Der IS verfolgt das Ziel, einen authentischen islamischen Staat aufzubauen. Außerdem glauben sie daran, an der Einleitung des Jüngsten Gerichts beteiligt zu sein. Offenbar gelingt es ihnen besonders Jugendliche in einer für sie attraktiven Sprache anzusprechen.

Symbolische Kraft für den IS hat eine nordsyrische Kleinstadt namens Dabiq, 10 km von der türkischen Grenze entfernt. In Dabiq, so heißt es in einer Überlieferung des Propheten Muhammad (Sahih Muslim 6924) , werde die letzte Entscheidungsschlacht geschlagen. Der IS will deshalb eine Militärinvention am Boden provozieren, um diese Prophezeiung zu realisieren und damit sein eigenes Charisma zu nähren. Das ist belegt durch mehrere Propaganda-Videos.

Das Wachstum dieser Organisation setzt sich seit einiger Zeit auch dadurch fort, dass sich dem IS immer mehr Organisationen in anderen Ländern, in Afrika von Nigeria in einem weiten Bogen bis nach Afghanistan anschließen und dessen Zielsetzungen übernehmen. Damit entsteht ein gigantisches Bedrohungspotential für Europa.

Düren, den 16. Nov. 2015

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