Bernd EsslerCDUInfrastruktur

Bernd Essler: Der Kaiserplatz in Düren, bald ein Ort verpasster Gelegenheiten?

13507076_972826879483244_4070225566623581287_nEinen Kaiser haben wir nicht mehr (der aus München hat inzwischen abgedankt), aber den Platz haben wir immer noch und abgesehen von den wenigen dort stattfindenden Veranstaltungen präsentiert er sich in öder Schlichtheit, sozusagen ein Spiegelbild der Dürener Lokalpolitik.

Das hat natürlich Gründe. Der Platz ist durch die Bustrasse abgeschnitten vom Rest der Innenstadt, was aber seine Attraktivität nicht erhöht, sondern seine Verwendungsfähigkeit einschränkt. Das sich dort regelmäßig aufhaltende Publikum wirkt abschreckend auf Besucher der Stadt. Die Leute meiden diesen Platz und wenn dort nicht Haltepunkte für den Busverkehr wären, würden auch die wenigen dort wartenden Leute einen großen Bogen um diesen Platz machen.

Nun gibt es im Rahmen des Masterplans Innenstadt die für viele Jahrzehnte wahrscheinlich einmalige Möglichkeit mit Hilfe von Zuschüssen die Innenstadt neu zu gestalten und die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. Damit eröffnet sich auch die Möglichkeit, die Busstation Kaiserplatz zu schließen und an einen anderen Standort zu verlegen, z.B. den großen Parkplatz an der Marienkirche dafür umzugestalten, kaum 100 Meter vom Kaiserplatz entfernt. Damit würde in Kombination mit dem Marktplatz eine große Platzfläche entstehen, die eine Flexibilität für Veranstaltungen jedweder Art bieten und die Erweiterung des Marktes problemlos ermöglichen würde.

In den Zeitungen konnte man dann nachlesen, dass eine von der Verwaltung veranlasste Studie zu dem Ergebnis gekommen ist, dass die Busstation Kaiserplatz unverzichtbar ist und die CDU wurde zitiert, dass damit eine Idee der Ampel-Koalition wieder einmal gescheitert sei. Diese Reaktion der CDU zeigt, wie es um der Dürener Politik bestellt ist. Hauptsache ist, man kann dem politischen Gegner eins reinwürgen. Es geht ganz selten um die Sache, auch wenn die Protagonisten dies immer wieder gebetsmühlenartig vor sich her tragen, sondern nur um das eigene Profil und die Lokalpresse bietet sich immer gerne unreflektiert als Plattform für diese platte Parteipropaganda an. Und anschließend wundern sie sich dann über den Rückgang der Zahl der Abonnenten.

Zurück zur Sache und zur Wahrheit. Die Idee, die Haltepunkt auf dem Kaiserplatz zu verlegen und die trennende Trasse zu schließen, ist nicht neu. Sie wurde schon mal untersucht von der Dürener Kreisbahn und als denkbare Alternative angesehen. In der Lenkungsgruppe „Masterplan Innenstadt“ wurde diese Möglichkeit von mir selbst im Nov. 2014 zur Sprache gebracht. Damals war man noch nicht einmal bereit, sich gedanklich mit dieser Fragestellung auseinanderzusetzen, denn schließlich kam der Einwurf doch von dem Vertreter der AfD. Auch der Ampel ergeht es jetzt nicht besser. Weil die Idee nun von der Ampel, ist die CDU automatisch dagegen. Das wäre doch noch schöner, wenn die Ampel mal etwas Sinnvolles durchsetzen könnte und sich anschließend dessen auch noch rühmen kann. So etwas kann die CDU natürlich nicht zulassen, also Handeln ganz im Interesse der Bürger dieser Stadt, oder?

Und dann gibt es noch die merkwürdige Verhaltensweise der Verwaltung. Da wird eine Untersuchung veranlasst mit einer Aufgabenstellung, die alle möglichen sonstigen Orte als Ersatz für den Kaiserplatz als Haltestelle einbezieht, aber leider nicht den Parkplatz an der Marienkirche. Der wird noch nicht einmal erwähnt. Sollte damit von vornherein eine Diskussion darüber abgeschnitten und das Ergebnis durch gelenkte Aufgabenstellung präjudiziert werden? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Die CDU hat Düren über Jahrzehnte geprägt. Schauen Sie sich in der Stadt um und benoten Sie die Leistungen dieser Partei. Meine Benotung hat sie schon vor Jahren erhalten.
Mangelhaft !

Düren, den 20. Juni 2016

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.