AfD Kreisverband Düren

Die hundertjährige Machtmaschine und ihre Käfer (Georg Kalden Karbowski) – Teil 2

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Vorwort:

In der folgenden Serie lassen wir ein Mitglied zu Wort kommen, welches die Schrecken der kommunistischen Diktatur am eigenen Leib erleben mußte bis er in den 80er Jahren in die BRD fliehen konnte. Die Entwicklungen der letzten Jahre in Deutschland lassen dunkle Erinnerungen in ihm hochkommen. Er läßt uns teilhaben an seinen Erfahrungen und mahnt uns vor den Mechanismen, die eine Diktatur funktionieren lassen. Er erkennt teilweise Mechanismen aus der kommunistischen Diktatur wieder und hier sollten bei uns allen die Alarmglocken schrillen. Demokratie und Freiheit muß jeden Tag neu gelebt und verteidigt werden und dafür setzen wir uns als AfD ein. Ein Wiedererkennen von gewissen Mechanismen in der heutigen Zeit bedeutet keine Gleichsetzung mit der Schreckensherrschaft der Kommunisten von damals, aber es ist legitim und eine Pflicht von Demokraten darauf aufmerksam zu machen, um Fehlentwicklungen in unserem demokratischen Rechtsstaat von Anbeginn zu korrigieren.

„Die hundertjährige Machtmaschine und ihre Käfer“.                                             von Georg Kalden Karbowski

<<< TEIL 2 >>>

Ich wurde vor ca. 60 Jahren in einer diktatorisch regierten Welt geboren, habe dort gelebt, Schule besucht, studiert und geheiratet. Deswegen steht mir wahrscheinlich auch nicht zu, ohne „sie“ mein Dasein bestreiten zu dürfen. Anscheinend ist das meine Bestimmung, mein unvermeidbares Schicksal, mein persönliches „fatum tristi“. Dabei wird meine neugewonnene Wahrnehmung, dass es sich hier nicht um einen bösen vorbei-gehenden Traum sondern um eine unbestreitbare Realität handelt durch die irrationale Art des derzeitigen politischen Treibens noch tagtäglich gnadenlos bestätigt.

Das Allererste, was mir in diesem schrecklichen Erinnerungsprozess auffiel und die größte, in meinem Kopf tief gespeicherte, „Gedächtniskapsel“ öffnen ließ, ist die auffällige und unbestreitbare Ähnlichkeit der Rechtfertigungsmuster der gegenwärtigen Politik. Die damals regierenden Verbrecher, die vor fast 50 Jahren so erfolgreich die Hälfte Europas versklavt hatten, hatten mit den gleichen zynischen Methoden und den gleichen pseudo-wissenschaftlichen Argumenten großspurig das Regieren als solches vor den Augen der verängstigten  Bevölkerung stumpfsinnig simuliert. Dass es sich dabei in Wirklichkeit nicht um das Regieren als solches handelte (diese Menschen hatten von den wahren Aufgaben einer Regierung überhaupt keine Ahnung) war mehr als offensichtlich, was auch damals den Menschen in Osteuropa schnell klar wurde. Das charakteristisch auffällige Treiben in unserer heutigen Politik stellt im Grunde genommen nichts anderes als eine Art schlechter Improvisation um das Thema: „Wir regieren jetzt“ dar, wobei die wahren Ziele dieser Vorstellung so gut wie möglich verborgen werden. Das Drehbuch dieses Schauspiels hätte auch irgendwann vor Jahren in russischer Sprache verfaßt werden können. Das ganze Spiel trägt unübersehbare sowjetische Merkmale, die schwerer zu verschleiern sind als das wahre Ziel dieser armseligen und gleichzeitig gefährlichen Darbietung. Demzufolge gibt es Bestrebungen die „bewährten“ sowjetischen Regierungsmethoden mit ihren besonderen und weltberühmten Feinheiten anzuwenden, die damals vor 50 Jahren ihren besonderen Kaliber und den unübertroffenen feinen bolschewistischen Charme bewiesen hatten. Die Beispiele dafür gibt es in jedem Bereich des gegenwärtigen Lebens so zahlreich, dass das Suchen von Parallelen oder Ähnlichkeiten keinen Sinn mehr hat, da es sich hier um eine Ideologie handelt, die gerade ihre Renaissance erlebt.