AfD Kreisverband Düren

Die hundertjährige Machtmaschine und ihre Käfer (Georg Kalden Karbowski) – Teil 5

Veröffentlicht

Vorwort:

In der folgenden Serie lassen wir ein Mitglied zu Wort kommen, welches die Schrecken der kommunistischen Diktatur am eigenen Leib erleben mußte bis er in den 80er Jahren in die BRD fliehen konnte. Die Entwicklungen der letzten Jahre in Deutschland lassen dunkle Erinnerungen in ihm hochkommen. Er läßt uns teilhaben an seinen Erfahrungen und mahnt uns vor den Mechanismen, die eine Diktatur funktionieren lassen. Er erkennt teilweise Mechanismen aus der kommunistischen Diktatur wieder und hier sollten bei uns allen die Alarmglocken schrillen. Demokratie und Freiheit muß jeden Tag neu gelebt und verteidigt werden und dafür setzen wir uns als AfD ein. Ein Wiedererkennen von gewissen Mechanismen in der heutigen Zeit bedeutet keine Gleichsetzung mit der Schreckensherrschaft der Kommunisten von damals, aber es ist legitim und eine Pflicht von Demokraten darauf aufmerksam zu machen, um Fehlentwicklungen in unserem demokratischen Rechtsstaat von Anbeginn zu korrigieren.

„Die hundertjährige Machtmaschine und ihre Käfer“.                    von Georg Kalden Karbowski

<<< TEIL 5 >>>

Die gegenwärtig in Deutschland aufgestellte und überall seit Jahren bereits bekannte und funktionierende politische Machtmaschine weißt für mich unverkennbar Ähnlichkeiten zur sowjetischen Bauweise hin. Es geht dabei nicht nur um die Ähnlichkeiten oder irgendwelche Parallelen zur Vergangenheit, sondern um Tatsachen, die mich erschaudern lassen. Sogar die administrative Aufteilung dieser Macht-Maschine erinnert verblüffend an die damals in Osteuropa angewandte Muster, die man aus der Perspektive der Zeit als eine Art Sowjet – Franchise für die Unterdrückung der Völker bezeichnen könnte. In dieser Form wurde sie auch oft in dem ganzen Ostblock erfolgreich eingesetzt. Es gibt den tonangebenden und verehrten Maschinenführer, die Einheitspartei mit ihrer führenden Rolle als Vertreter des Willens der Bevölkerung, das Politbüro, die durch einen genialen Vorreiter erschaffene fortschrittlichste Ideologie der Welt vertritt, die ausschließlich um das Gute kämpft, das politisch einstimmige Plenum, das bindende Prinzip des Parteizentralismus, die mit den edelsten Prinzipien gespickte Parteibeschlüsse, die Gleichschaltung der regierungskonformen Medien, sogar den großen allmächtigen Bruder, der alles (nicht besser sondern) „richtig“ weiß, gibt es auch. Kurz gesagt: für alles ist gesorgt und die Vertreter der Massen wissen am besten was für sie gut ist, manchmal sogar, auch wenn die Massen selbst offen dagegen sind. Nobody ist perfect. So sah die neue Weltordnung in Augen einer korrupten, machtgierigen und verbrecherischen Macht-Clique aus, die perfekt nach einem sowjetischen Szenario die Massen verführte und zum Verderben brachte. Heutzutage schöpft unsere Polit-Elite mit Hilfe von selbst erschaffenen, immer aktualisierten, Symbolen aus dem „Buch der Verblödung“ mit vollen Händen ihre Klugheit und verkauft die gesamte Bevölkerung nach aller Regel der Kunst für dumm.

Die Grundidee für die damalige monströse Maschine wurde vermutlich von Lenin und seiner Bande entworfen und in die lebendige Gesellschaft 1917 während der Oktoberrevolution eingepflanzt. Im Laufe der nächsten Jahre fanden unter Stalin erfolgreich ihre zahlreichen Probeläufe statt, die dazu beitrugen, dass mehrere angrenzende asiatische Staaten und Völker gegen ihren Willen mit Hilfe dieser Ideologie feindlich der Sowjetunion einverleibt wurden. Unter der allgegenwärtig herrschenden Angst vor der damals als unmenschlich geltenden Roten Armee wurde sie dann den bereits vom Krieg stark drangsalierten Völkern Osteuropas gnadenlos aufgezwungen. Seitdem verläuft die Machtübernahme nach dem gleichen Szenario: Beherrschung der Medien, Einrichten der systemtreuen Polizei und Armee, Gleichschaltung der Gerichte, Überwachung der Kirche und Schaffung der Systemunterstützenden Edukation. Als oberstes Ziel wurde vorerst die Umgestaltung der Gesellschaft, der Wandel, der Wechsel, der Umbruch, die Umkehr oder ähnliches proklamiert, damit die Unzufriedenheit der ersten Phase seine Erklärung hat und dann (abhängig von der Erfolgslage) wird weiter gemacht. Heutzutage hat die gegenwärtige Aufstellung der offiziellen und teilweise von der Regierung bezahlten Medien, die zu ihrem ideologischen Sprachrohr mutieren, ein politisches Ziel zu erfüllen. Da die Medien, einen der ersten Plätze der Wichtigkeit auch während der gegenwärtigen Machtausübung annehmen, erinnert mich dieses „Kommunikationsorgan“ schon jetzt teilweise an die damaligen Medien im Ostblock. Mit Hilfe dieser Organe wird konsequent ein neuer und regierungskonformer Mensch kreiert (Gutmensch), dessen Freiheit, die Weltanschauung, das Bildungsniveau, der Beruf, sexuelle Orientierung und sogar seine Konfession nur alleine „die Gesellschaft“ zu kontrollieren hat. Diese „Kommunikationsorgane“ fuchteln mit gleichen Argumenten, verdrehen die Fakten auf gleiche Art und Weise wie damals, bedienen sich Methoden der Meinungsmanipulation und lügen teilweise sogar. Infolgedessen findet eine Selbstentwicklung der politischen Sprache in diesen Medien statt, die genauso wie auch vor 40 Jahren im Osten linguistisch groteske Züge annimmt. Da es sich anscheinend um eine Art der prozessbedingten und sichtbaren Nebenwirkung in der Sprache handelt, wobei dieses Phänomen schon damals von manchen Intellektuellen in CSSR, DDR oder Polen ernst unter die Lupe genommen wurde, ist davon auszugehen, dass es irgendwann in Form einer wissenschaftlich erfaßten Dissertation enden wird. Das Interessante dabei ist jedoch, dass gegenwärtig genauso viele von diesen neuen politischen Begriffe entstehen wie auch von den damaligen alten, bereits in Osteuropa verwendeten übernommen werden, was zweifellos einen realen Beweis darstellt, dass sich gegenwärtig gleiche politische Kräfte an der Umformung der Gesellschaft beteiligen. Sie fühlen sich in diesem politischen Wortschatz absolut zuhause wie Käfer in den Exkrementen. Ich möchte hier noch an Merkels Rede aus dem Jahr 2020 erinnern, bei der sie (den für uns damals „großen“) Lenin erwähnte. Wurde diese Rede von einem Käfer geschrieben, der an beiden Haufen schon gefressen hatte? Dabei ist es folgerichtig anzunehmen, dass die Zahl der Käfer in diesem Kreis (oder sind das mittlerweile schon mehrere Kreise) gewaltig sein dürfte. Solche Verbindungen schaffen in der Regel verschiedene, manchmal sogar weitgehende Korrelationen, die in diesem Fall die plötzliche Änderung der politischen Ausrichtung Merkels in der letzten 10 Jahren erklären würden.