Am 4. Februar 2026 lud die Desiderius-Erasmus-Stiftung zu einem sehr gut besuchten und anregenden Vortragsabend mit dem Schweizer Gastredner Claudio Zanetti ein. Der ehemalige Nationalrat (SVP, 2015–2019) begeisterte die Zuhörer mit seinem Vortrag
„Direkte Demokratie aus Schweizer Sicht – ein Beispiel für Deutschland?“
In gewohnt klarer und überzeugender Weise zeigte Claudio Zanetti die zentralen Stärken des schweizerischen Systems auf: Volksinitiative, fakultatives und obligatorisches Referendum geben den Bürgerinnen und Bürgern dort ein echtes und regelmäßig genutztes Mitentscheidungsrecht. Mit vielen anschaulichen Beispielen machte er deutlich, wie stark diese Instrumente das Vertrauen in die Politik fördern und dazu beitragen, dass politische Entscheidungen breiter getragen werden.
Besonders inspirierend war seine These, dass gut ausgestaltete Elemente direkter Demokratie auch in Deutschland zu mehr Bürgernähe, höherer Legitimation von Entscheidungen und einem lebendigeren demokratischen Miteinander führen könnten.
Im lebhaften und konstruktiven Anschlussgespräch wurde intensiv – und überwiegend sehr offen und lösungsorientiert – diskutiert, wie ein solches Mehr an direkter Mitbestimmung auf Bundesebene mit den bewährten Prinzipien des Grundgesetzes und der föderalen Ordnung Deutschlands sinnvoll in Einklang gebracht werden könnte. Viele Teilnehmer zeigten sich motiviert, dieses Thema weiter zu vertiefen und kreativ weiterzudenken.
Ein rundum gelungener Abend voller Impulse und ermutigender Perspektiven!